Posts mit dem Label providurium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label providurium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

20130723

 AM ENDE DER KREUZUNG DER WEG Bewegungsstudie 

Auf der Grundlage von Bewegungsnotationen,
vorgenommen an Weimars verworrenster Verkehrskreuzung, ist diese kleine Bewegungsstdudie entstanden. Anlass ist die aktuelle Ausstellungsreihe des vor Ort ansässigen kiosk.6, welche sich mit dem Titel: Leerraum überschrieben hat. Die Notationen entstammen der Beobachtung von Menschen im Leerlauf, während der Wartephasen an den unterschiedlichen Ampeln der Kreuzung – da es momentan leider fahrlässig wäre, Videotechnik in dem kleinen Brutkasten zu installieren, erst später mehr dazu.
Bis dann!

20130616

 ARCHITEKTUR IST GEISELNAHME  
 Performance-Rundgang in der Weimarer Mensa am Park
Anlässlich einer bundesweit orientierten Baufachtagung deutscher Studentenwerke wurden Mandy Unger und ich eingeladen einen Performance-Rundgang zu entwickeln. Gemeinsam mit Providurium, Performance-Rooms-Art und etlichen Gästen, haben wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und das Baudenkmal der Ostmoderne szenisch bearbeitet. Dem vorangegangen waren performative Unternehmungen im Studierenden-Wohnheim am Jakobsplan, welche wir videografisch dokumentiert und folgend in der Mensa installiert haben. In mehreren Etappen folgten vorort dann Installationen, auf Lesungen und tänzerische Sequenzen, in wechselnden Reihenfolgen und Überschneidungen. Folgend ein paar Bilder von einigen der Stationen.

Fotos: Kimberly Obst

NACHTRAG: Ein Auszug aus den installierten Videos
 

20130415

 PROVIDURIUM IN DER PORT online bestellbar
Das studentische Magazin der Bauhaus-Universität
geht in die nächste Auschreibungsrunde und bei der Gelegenheit bin ich über den Verweis auf die letztjährige Ausgabe gestolpert. 2012 war unter einigen anderen Arbeiten auch PROVIDURIUM teil der ausgewählten Arbeiten. Wer also nochmal nachblättern möchte, hier geht's zur Seite: port 2012

20130226

 PERFORMATIVE FELDFORSCHUNG Werkschau

Seit Oktober 2012
leitet Mandy Unger den Kurs Performative Feldforschung als Anschlusskurs zu unserer Stückproduktion PROVIDURIUM. Für die nun erstmalige Werkschau habe ich mich verführen lassen eine  Videoinstallation als Bühne zu arrangieren. Die im Kurs entstandenen Performancedokumentationen und das im Kurs verwendete Videomaterial traten dabei an die Stelle herkömmlicher Bühnen-/Lichttechnik. Ein herzliches Danke! für die Gelegenheit dieses kleinen Experiments.

20121223

 VOM ENDE DER WELT | Austellung in der marke.6
1 Woche lange konnte die Videoskulptur Im Vorüber als Beitrag der Ausstellung Vom Ende der Welt besichtigt werden. Wenig Zeit, ja, aber als Erstveröffentlichung der Arbeit trotzdem eine sehr willkommene Gelegenheit für mich, denn der technische Aufbau ist etwas aufwendiger als bei vielen meiner sonstigen Arbeiten. Ich bedanke mich also für das Podium und die zahlreiche Rückkopplung während der Eröffnung der Ausstellung.

20121121

 Ausstellung: Vom Ende der Welt 





Nach dem Greizer Theaterherbst im September
erfahren die Weltuntergangsszenarien nun auch in Weimar eine Wiederkehr. Der Ausstellungsraum der Bauhaus-Universität, marke.6, plant als Abschluss des Jahres 2012 das Souterrain des Neuen Museums ganz  der vergehenden Zeitlichkeit zu widmen. Ich freue mich dabei eine bisher nicht veröffentlichte Arbeit vorstellen zu können, die Videoskulptur IM VORÜBER. Die Arbeit ist Teil der Werkgruppe PROVIDURIUM und Konsequenz unserer dort entwickelten szenischen Methodik, welche zwischen gestisch interpretierenden Tanz und skulpturaler Kompositorik interpoliert. Die Videoskulptur nutzt eine räumlich gebrochene Projektion um die ursprüngliche Bühnenperformance in ein allansichtige Konstruktion zu überführen. Die zu sehende Bewegungskomposition entlehnt sich aus einer textlichen Bewegungsnotation einzelner Bibliotheksbesucher. Dieser Text bildet zugleich die klangliche Grundlage der Performance und wird durch ein Extrakt weiterer Textfragmente zum Begriff der Geschichte kontrastiert. Zu sehen sind drei Tänzer_innen in einem Raum dessen Boden von Kreidezeichnungen und abgerissenen Kalenderblättern charakterisiert wird. Die Szene verläuft in einer fließenden Wiederholungsschleife. Aus einer grundsätzlichen Simultanität entwickeln sich kurzzeitige Synchronitäten. So entsteht ein Wechselspiel zwischen Aufbau und Verfall – in permanenter Präsenz des Faktors: Zeit.

Die Videoskultpur IM VORÜBER stützt sich, wie beinahe alle Arbeiten aus der Werkgruppe PROVIDURIUM, auf eine umfangreiche Ensembleleistung: Lucian Patermann (Videobearbeitung, Installation, szenische und textliche Komposition), Mandy Unger (Choreografie), Philipp Wartenberg & Ives Schachtschabel (Klangarrangement), Franziska Burkhardt & Martin Werner (Sprecher), Nannette Schröter, Valentin Schmehl & Dorothee Krautwurst (Performance), Simon Salem Müller (Kamera)

Die Ausstellung wird am 13. Dezember in der marke.6, Souterrain des Neuen Museums Weimar, eröffnet.

20121031

 PROVIDURIUM /Schnitt

"Deutungsangebote ohne Eindeutigkeit,
aber von großer Eindringlichkeit. Eine Poesie der Bewegungen, der Bilder, Klänge und Texte (...) und zwar die Sinne, aber weniger das Gefühl bedient, den Intellekt unter Umgehung des Herzens fordert. Und dann doch irgendwie auch dort ankommt." Kay Gürtzig, zum Festival des Thüringer Theaterpreises 2012 über Providurium (zum vollständigen Artikel)


Mit der Nominierung des Bühnenstücks Providurium zum Thüringer Theaterpreis und der kurz darauf gefolgten, letzten Vorstellung ist eine intensive und erkenntnisreiche Zeit für uns zu Ende gegangen. In Hinblick auf neue gemeinsame Ziele und Produktionen heißt es jetzt erstmal: Zurück in die Werkstatt. Das Ensemble zieht sich für das kommende halbe Jahr zurück, um unter dem Kurstitel Performative Feldforschung und der Anleitung von Mandy Unger die Arbeit im stellwerk Weimar fortzusetzen.

20120627

 thüringer theaterpreis | 4 jahre stellwerk 

Tatsächlich schon 4 Jahre liegt es zurück,
dass ich das erste Mal etwas mit und für das Theater im stellwerk gemacht habe. Und siehe da, plötzlich stolpere ich während eines kurzen Augenblicks der Prokrastination über dieses antiquarische Bildmaterial und möchte es am liebsten: Ausgrabungsfund, nennen. Im November 2008 hatte das Stück Und morgen die ganze Welt seine Premiere und ich habe für die Bühne dieser Inszenierung das oben zu sehende Bild angefertigt. Auf 4*2m wurde der alte Spielplatz hinter dem Weimarer Bauhaus-Museum zur Theaterkulisse und der Grundstein für weitere Projekte mit dem stellwerk war gelegt. Heute, 4 Jahre später, läuft meine aktuellste Arbeit am stellwerk, das Stück Providurium, und selbiges wurde letzte Woche für den Thüringer Theaterpreis nominiert. Voraussichtlich im Juli soll bekanntgegeben werden wer von den sechs Nominierten den Fachpreis bekommen wird. Im Oktober diesen Jahres werden alle sechs Stücke gemeinsam in Weimar zu sehen sein und die Chance bekommen einen von zwei Publikumspreisen zu erhalten. Also markiert euch schon mal das letzte Oktober-Wochenende, dann wird zum Festival eingeladen. Einen Grund zum Anstoßen gibt es allemal! 

20120614


Am Montag, den 18. Juni, 
geben wir die letzte Vorstellung von PROVIDURIUM innerhalb der aktuellen Spielzeit des stellwerks. Neue Termine sind noch nicht angesetzt und werden auch nach der Spielzeitpause frühestens im Oktober wieder folgen. Einen Ausblick können wir allerdings schon geben, denn derzeit ist eine Vorstellung für Anfang November in Gotha im Gespräch. Dort finden in diesem Jahr die ersten Gothaer Tanztage statt und zu diesen wurden wir eingeladen.

20120427

 PROVIDURIUM IN TRANSIT 
Die Videodokumentation vom 13. April 2012


Am 13. April haben wir 
den teilweise noch etwas verhaltenen Frühling erstmals dazu genutzt um eine kurzweilige Intervention im Weimarer Hauptbahnhof zu unternehmen. Auf der Grundlage unseres Bühnenstücks haben wir eine ca. 20 Minuten lange Simultanperformance in der Bahnhofshalle und insbesondere im Tunnel zu den Bahnsteigen vorgenommen. Ein erweitertes Ensemble von Providurium machte, gemeinsam mit einer Gruppe von Kursteilnehmern des stellwerks, den Durchgangsbereich zur Bühne und streute Irritation. Insgesamt 20 Akteure mischten sich unter die Reisenden und sorgten für Momente des Zweifels. Wer gehört wozu? Wem gebührt Aufmerksamkeit? Was zeichnet hier die Bühne aus und wo genau fängt sie eigentlich an, hat sie ein Ende?

Danke an alle die mitgemacht haben! Es war eine unglaublich spannende Aktion, voller überraschender Momente.

20120409

 videostill: im vorüber (providurium)  


PROVIDURIUM findet so bald kein Ende. 
Während wir unsere Performance im Hauptbahnhof (13. April - 12.00 Uhr) vorbereiten und schon ausblicken auf die kommenden Vorstellungen (20. & 21. April - je 20.00 Uhr) ist auch das Videomaterial mittlerweile auf heimischen Festplatten angekommen. Das Still entstammt einer Videosequenz, welche für eine Installation zusammengesetzt wurde. Die Installation verarbeitet große Teile der Szene: Im Vorüber

20120401

 videostill: mandy & me in the room  



Das Ausgangsmaterial 
ist im Workshop: Bewegung im Innenraum – die Bühne, bei Ulrike Rosenbach entstanden. Zwei Körper entlang ausgewählter Achsen des Raums. Die Bewegungen suchen Kommunikation zu den Begrenzungen und Objekten und definieren so Relationen zwischen Körper und Raum. Um diesen flüchtigen Prozess sichtbar zu machen, habe ich eine Bearbeitung des Videomaterials vorgenommen. Die Bewegungen der schwarz gekleideten Körper hinterlassen Flächenzeichnungen auf Boden und Wänden, verschiedene Bewegungen hinterlassen verschiedene Farben. Für einige Zeit verfestigen sich die Bewegungen so im Raum selbst. Sie bleiben jedoch ebenfalls flüchtig, nach einigen Sekunden werden sie überlagert oder beginnen zu verblassen und verschwinden letztlich ganz. Die Konstellationen des so entstehenden Bühnenbilds verändern sich so fortwährend und verschwinden sogar ganz, wenn die Akteure die Bühne verlassen.

20120315

 PROVIDURIUM 
Pressestimme zum Stück
Stückkritik von Michael Helbing, Thüringer Allgemeine vom 3. März 2012

20120221

Das Plakat zum Stück

20120207

   

20120127

 langsam , aber sicher, heißt es bald:
 PROVIDURIUM Eine Zustandsbeschreibung 

Bereits am 7. November 2011 
sind wir gestartet um ein neues Inszenierungsvorhaben anzugehen. Was vorerst noch ein Arbeitstitel war hat sich nun erhärtet. Nach dem sich, zu Anfang aus einer Vielzahl von Bewegungs- und Tanzinteressierten, ein kleines Ensemble von hartnäckig Begeisterten gefunden hat, haben wir eine kurze Weihnachtspause eingelegt und sind mit dem neuen Jahr auf geraden Kurs eingebogen. Am 3. März soll mit der Premiere von PROVIDURIUM eine erste Zwischenstation eingelegt werden.

Aus der Ankündigung:
Das Providurium – die verstetigte Baustelle – ist ein Zustand der uns in vielfältiger Form umgibt, so wie das Wort Baustelle zur Metapher für alles das dienen kann: was uns in Bewegung hält. Alles das an dem wir arbeiten und das wir, in seiner Herausforderung, zu lösen noch nicht imstande sind. Diesen Bewegungen haben sieben Akteure aus Erfurt, Weimar und Jena ihre Aufmerksamkeit gewidmet und haben sie zunächst als stille Beobachter begleitet und protokolliert. Aus den scheinbar banalen Choreographien des Alltags ist ein Stück entstanden das zwischen Bewegungs- und Tanztheater korrespondiert. Ob durch haptische Materialien, Sprache, Klang oder den Körper, es wurden Orte erkundet, analysiert und interpretiert. Das Fertige stand auf dem Prüfstand. Die Baustelle, ob im konkreten oder im übertragenden Sinne, wurde zur Denkfigur einer Gegenwart, wie sie auf den Straßen und in den öffentlichen Räumen Mittelthüringens zu finden ist.

Begleitet werden die Performer von einem drei-köpfigen Team aus Sprach- und Soundarrangeuren. Den Raum um sie bildet eine Bühneninstallation welche aus den Bewegungen selbst eine Klanglandschaft entwickelt und uns so durch verschiedene (Klang-) Räume führt.


Was bei Mandy Unger und mir begonnen hat, ist nun zu einem umfangreichen Team gewachsen. 17 Beteiligte zählt unser Vorhaben mittlerweile und hat damit vorerst seine finale Form erreicht. Wir stecken voll in den Vorbereitungen und freuen uns schon bald mehr verlauten zu können. Bis dahin, dieses kleine Randprodukt. (siehe unten) Die Basis all unserer Arbeit ist die aufmerksame Beobachtung von Baustellen verschiedenster Auslegung und der erste Schritt mit diesen Observationen umzugehen ist die (textlich-)protokollarische Dokumentation. Die grafische Verarbeitung dieser Zeugnisse ist zwar eher ein Nebenschauplatz, erfüllt einige von uns aber trotz dessen mit großer Freude:



Bis bald!

20111106



/1111–1203 PROVIDURIUM 
das erste größere Projekt der Bewegungswerkstatt

Am 7. November startet mein 
neues Inszenierungsvorhaben unter dem Arbeitstitel: PROVIDURIUM

Eine wesentliche Neuerung wird die Zusammenarbeit mit der Leiterin und Choreographin des Kollektivs Performance | Rooms | Art: Mandy Unger, sein. Im vergangenen September hat sie bereits an der Medienwerkstatt in Greiz teilgehabt. Während die Greizer Werkstatt unter meiner Leitung stattfand entspringt die nun kommende Werkstattarbeit einer gemeinsamen Entwicklung. Bereits im vergangenen Sommer haben wir damit begonnen zu nächtlichen Zeiten leer stehende Probenräume aufzusuchen und erste Versuchsanordnungen zu stellen. Basierend auf Materialsammlungen und Installationen haben wir verschiedene Bewegungsimprovisationen entwickelt und teilweise weiter strukturiert. Zusammengehalten werden diese Auseinandersetzungen unter dem Titel Bewegungswerkstatt. Nun geht dieses Konstrukt einen Schritt weiter und hat Bewegungs- und Tanzinteressierte eingeladen eine gemeinsame Reise durch scheinbar alltägliche Lebenslandschaften zu beginnen und gemeinsam mit uns die Sinne zu schärfen für alles das, was wir als Baustelle verstehen können. 
Das Projekt findet mit der Unterstützung und im Rahmen des jungen Theaters im stellwerk statt, mehr dazu findet ihr auch auf unserem iOver-blog.

Die Premiere ist für den 3. März 2012 im stellwerk angesetzt.