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20170324
20161101
SALONPULSIEREN #0
Werkstatt-Showing und Auftakt zur Salon-Reihe
Der Beginn eines neuen iOver-Theaterabends wird gemacht: selbstironisch, dokumentarisch, biographisch, installativ und mit transparentem Arbeitsprozess. Worum es geht? Es geht um das aufwühlende Verhältnis zwischen dem Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Drang nach Autonomie. Lest weiter, was wir bisher dazu bekannt gegeben haben:
Während wir aufwachen aus drei Tagen ohne Schlaf,
vom Flimmern der Buchstaben berauscht, die Geschichten noch im Ohr, in denen wir alle nur dumm rumstehen… …trifft ein Rufen unsere Haut: „Wer sind wir denn?“ Ein Erzähler singt seine kleinen Schritte, geht seine Gedichte entlang und vorüber an einer Szene tanzender Paradiesvögel. „Wer sind: Wir?“ Ein Schauspiel gejagter Schatten macht Vergessen im warmen Pulsieren der Maschinen. Reichst du mir eine Hand durch den Kanal oder wollen wir aufbrechen?
Salonpulsieren #0
ist ein Abend für Mitlauscher, Alltagskörper-Eindenker und Textstolperfallen-Abenteurer
Salonpulsieren, das ist ein bewegliches Gebilde,
frei changierend zwischen musikalischem Erzählen, Spielerischen Textvortrag, Performance und Video-Installation kommen hier Künstler*innen und Publikum im Rahmen einer wissenschaftlich-künstlerischen Revue zusammen, um interdisziplinär einigen der „großen Fragen der Zeit“ auf den Grund zu gehen. Was verbindet uns, was unterscheidet uns und wann sind wir wirklich in Kontakt? Was bedeutet es, selbstbestimmt und autonom und dabei dennoch miteinander verbunden zu sein?
Anknüpfend an die Berliner Salons des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, lädt die Künstler*innengruppe iOver im Rahmen von Salonpulsieren zu einer kollektiven Spurensuche ein. Zur Eröffnung der Salon-Reihe entsteht am 06. November in einer ergebnisoffenen, explorativen Bewegung ein „Gemeinschaftskörper". Hier loten Künstler*innen und Besucher*innen gemeinsam die hinreichenden Bedingungen aus, unter denen ein Kollektiv sich auf leiblicher Ebene verdinglichen kann. Das Ergebnis ist ein Showing des gegenwärtigen Arbeitsstandes und bildet zugleich die Basis für weitere Etappen der Salon-Reihe. Wir freuen uns auf gemeinsame Gedanken, differente Sichten und das Austauschen darüber.
Der Eintritt ist frei.
Kollekte zum Ausgang.
Kollekte zum Ausgang.
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SALONPULSIEREN
Sonntag, 6. November, 19:00 - 22:00
Grüner Salon, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin
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Mit einer Vielzahl von Freunden:
Anne Lippert (sinosc), Christopher Schön (thisdaynextyear),
David Kummer (Tanz), Julia Pohl (Schauspiel), Max Prosa (Gesang), Simon A. Peter (Performance) & Theresa Rothe (Performance)
David Kummer (Tanz), Julia Pohl (Schauspiel), Max Prosa (Gesang), Simon A. Peter (Performance) & Theresa Rothe (Performance)
und dem kompletten iOver-Team:
Anna Maria Münzner (Kostüme), Lucian Patermann (Regie, Installation, Live-Grafik), Mandy Unger (Choreographie, Tanz), Martin Fink (Installation) & Valentin Schmehl (Performance, Stimme);
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20160807
WALD|SINN|PHONIE 2 Wanderungen durch ein Waldstück im Harz
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Foto: Andi Materiell / Installation: Lucian Patermann
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Es ist soweit, die WALD|SINN|PHONIEN stehen kurz bevor..
..Was sind die WALD|SINN|PHONIEN?
Die WALD | SINN | PHONIEN sind gewanderte Musik, Lyrik, Tanz, Überraschungen, versteckte Performances, bemalte Waldmenschen die zu Kunstfiguren werden, Dekorationen, Installationen, Abendland, Morgenland, Klänge und Texte. Die WALD | SINN | PHONIEN sind eine Einladung, und das in doppelter Hinsicht:
Wir laden Sie ein, sich einen Tag frei zu machen – oder zumindest einige Stunden davon – sich zu entschließen, gemeinsam mit uns etwas zu unternehmen. Etwas, das sie sicher nicht alle Tage beschließen. Etwas, das weder der Arbeit nützt, noch ihrem Arbeitgeber, ihrer Arbeitnehmerschaft oder ihrer Unternehmerschaft. Und doch laden wir sie ein, etwas zu unternehmen. – Gehen sie mit uns und dem Wald eine Liaison ein, in der sie alles nur noch richtig machen können. Sie können hier Zeit mit ihren Bekannten, aber auch mit ihnen Unbekannten verbringen. Sie werden mit ihnen gemeinsam, oder auf ihren eigenem Weg gehen können. Sie werden rastlos sein können, oder dann und wann verweilen, wie und wo es Ihnen danach beliebt. Sie können lauschenden Auges fühlen, schmeckender Ohren sehen, lachender Hände riechen, Sie können die Augen schließen…
Wir laden aber auch Künstler*Innen ein, den Wald und den Harz zu entdecken – ebenfalls eine Liaison einzugehen: zwischen Kunst und Natur, mit eingeschränkter Stromzufuhr und abseits der Bühnen- und Konzerthäuser. Mit künstlerischen Installationen, mit Lesungen und musikalischen Interventionen werden wir kleine und große Inseln schaffen, inmitten des Waldes. Wir werden gemeinsam mit Künstler*Innen, Schauspieler*Innen, Tänzer*Innen und nicht zuletzt Musiker*Innen den Wald zum Schwingen und Klingen bringen.
Dabei werden wir gleich zwei Wanderungen an einem Tag unternehmen, im Licht der Sonne (14.00 Uhr – Variation: GELB) und aus dem Abendrot in die Nacht startend (22.00 Uhr – Variation: ROT).
Konzeption und Künstlerische Leitung: Lucian Patermann
Konzeption und Produktion: Andreas Welskop
20160718
WALDREISEN mit Kunst und Musik in den Harz
Während immerhin etwas über 70 meiner grafischen Arbeiten in Weimar in der Bibliothek – einem 'Ort der Stille' – ihre temporäre Heimstätte gefunden haben, zieht es mich nun mit meiner Arbeit hinaus ins Rauschen der Baumwipfel – in den Wald. Genauer gesagt, in den Harz, in die Nähe der Waldbühne bei Benneckenstein. Mein Projekt zur 'Sprache der Zeit' wird mich auch hier begleiten, jedoch mit eben jenen Komponenten, die in den letzten Tagen zu Gunsten der Ausstellung etwas in den Hintergrund getreten waren: 'Die Stimmen der Vier' – So lautet der Arbeitstitel für eine Audio-Installation, für die ich mit Schauspieler*Innen des Deutschen Nationaltheaters umfangreiche Aufnahmen gemacht habe. Sebastian Kowski, Simone Müller, Tobias Schormann und Elke Wieditz verleihen dabei einer Partitur aus Lyrik, Erzählungen und Sachtexten ihre Stimmen. Im Wald treffen diese Stimmen nun auf Instrumentalist*Innen und Tänzer*Innen; und fügen sich zu zwei Wald|Sinn|Phonien am 7. August (14 Uhr – Variation: GELB und 22 Uhr – Variation: ROT)
Um diesem umfangreichen Projekt gerecht werden zu können, alle beteiligten Künstler*Innen vorzustellen und auch im Vorfeld schon etwas zu vermitteln, was für Gedanken und Bilder die Machenden des Projektes begleiten, gibt es nun auf tumblr eine Seite, die all das zusammentragen wird: WALDREISE.tumblr.com Die Seite ist noch im Aufbau und wird Stück um Stück alle nötigen Informationen sammeln.
20160426
VARIATIONEN EINER SPRACHE DER ZEIT Variation #1
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| Videostill aus Variation #1 - Lucian Patermann & Andi Materiell |
Berlin lockt zu einem Wochenende im Zeichen der Kunst und zum Tanz in den Mai. Neben einer kleinen Ausstellungsbeteiligung erfreue ich mich an der Gelegenheit, zur ersten (noch kurz gefassten und prototypischen) Live-Variation, der von mir arrangierten Sprachepisoden der Zeit – Variation #1: gemeinsam mit Alan Bern, Andi Materiell, Andreas Möckel, Richie Setford, Svetlana Kundish und Valentin Schmehl.
Ausstellung: 29.4. – 6.5.2016 | Variation #1 - Veranstaltung: 2.5.2016, 20 Uhr
Location: MARIENBURG,
Marienburger Straße 16, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg
20130715
HERAKLES 21 Bilderschau
Herakles 21 hat seine Premiere gemeistert und sich in gleich drei Vorstellungen dem Weimarer Publikum gestellt. Neben reichlich Applaus, erfreuten wir uns über eine Menge langer und intensiver Gespräche. Diese wünschen wir uns nun auch für unsere kommenden Vorstellungen. Nach den jetzt anstehenden Theaterferien warten bereits fünf weitere Termine für Oktober und November 2013 auf uns. Genaue Termin findet ihr ab August, hier.

Fotos: Matthias Neumann
20130708
Der Ausgangspunkt ist banal, von geringer Bedeutung, sogar manchmal abstoßend und in jedem Fall negativ belegt. Er kann mit vielen Dingen assoziiert werden und steht mit den meisten von ihnen auch tatsächlich in Verbindung, das ist besonders. Er kann zwei Farben haben, eine öffentlich-dienstliche und eine politische, aber die sind auch negativ belegt. Mit den einen will man nichts zu tun haben und die anderen werden belächelt. Zuhause hat er alle Farben, aber die sind eher unsichtbar.
Mit dem Ausgangspunkt will ich nichts zu tun haben! Wenn ich von ihm höre denke ich an Trennung und trenne mich alsbald von ihm. - Das kann befreiend wirken, tut es zumeist dann aber doch nicht.Der Ausgangspunkt ist systemisch programmiert, das ist auch besonders - finde ich zumindest. Er ist unvermeidlich, könnte aber an vielen Stellen einfach vermieden werden - nur so lange ich vermeide ihn zu sehen, ist das auch nicht notwendig.
Der Ausgangspunkt ist alles andere als das, was dich zu interessieren hat. Er ist ein Synonym für das, was dir egal ist.
Er ist unser gemeinsamer Luxus (der nicht glücklich macht), er ist eine Geldquelle - Denn was lange hält bringt kein Geld.
Der Ausgangspunkt stinkt! Glaube ich.
Wenn man von unserem Ausgangspunkt hört, dann denkt man an Umwelt, belächelt uns kurz an und schenkt uns einen Bonbon*. Vielleicht ist genau das der Kackpunkt.
*Bonbon steht an dieser Stelle für alle Möglichkeiten von Süßwaren oder ein Schulterklopfen, ein Zwinkern, ein Kopfschütteln usw.
DAS TEAM:
Performer: Markus Koch, Clara Liepsch, Ellen Meyer, Tine Schäfer
Künstlerische Leitung, Videografie, Szenografie: Lucian Patermann
Regie- & Videoassistenz: Kimberly Obst
Kamera: Matthias Werner Kostüm: Anna Maria Münzner Tanz- und Bewegungstraining: Mandy Unger Klanggestaltung & Technische Direktion: Matthias Neumann Grafische Gestaltung: Patrick Martin Theaterpädagogische Begleitung: Steffi Heiner
WIR DANKEN:
Wir danken unseren Experten, die uns Einblicke in ihre Arbeitswelt, ihre Erfahrungen und Gedanken gewährt haben. Für das Ermöglichen dieser Einblicke danken wir außerdem dem REEG-Recyclinghof in Frankendorf, der Kläranlage Erfurt Kühnhausen, der Diakonie und allen Einrichtungen und Privatpersonen die uns auch in künftigen Interviewvorhaben unterstützen.
Wir danken für die fachliche Begleitung und Unterstützung den Mitarbeitern der Bauhaus-Universität: Prof. Elfi E. Fröhlich, Anke Stiller, Alexander Schwinghammer und Ralph Vogler.
Wir danken auch dem Weimarer Unternehmen Ilmpack, für die Entsorgung von über 100 Pappkartons in unserem Bühnenbild.
20130625
Der aufwendigste Teil,
die Entwicklung des szenischen Gewebes, steht und die Proben laufen auf Hochtouren. Das stellwerk startet noch schnell einen kleinen Marathon mit acht Vorstellungstagen in Folge, dann werden wir den Theatersaal in Beschlag nehmen und ihn erst zur Spielzeitpause wieder hergeben. Wir freuen uns nun vor allem auf die kommende summaery, in deren Rahmen wir unsere Premiere feiern werden.
Merkt euch vor: 12. Juli 20.00 Uhr (Termine)
20130616
ARCHITEKTUR IST GEISELNAHME
Performance-Rundgang in der Weimarer Mensa am Park
Anlässlich einer bundesweit orientierten Baufachtagung deutscher Studentenwerke wurden Mandy Unger und ich eingeladen einen Performance-Rundgang zu entwickeln. Gemeinsam mit Providurium, Performance-Rooms-Art und etlichen Gästen, haben wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und das Baudenkmal der Ostmoderne szenisch bearbeitet. Dem vorangegangen waren performative Unternehmungen im Studierenden-Wohnheim am Jakobsplan, welche wir videografisch dokumentiert und folgend in der Mensa installiert haben. In mehreren Etappen folgten vorort dann Installationen, auf Lesungen und tänzerische Sequenzen, in wechselnden Reihenfolgen und Überschneidungen. Folgend ein paar Bilder von einigen der Stationen.
Fotos: Kimberly Obst
NACHTRAG: Ein Auszug aus den installierten Videos
20130530
HERAKLES 21 Probenstand
Dadamenta, Sinn-phonische Wanderung und...
...nun Herakles. Es wird gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet. Mit großen Schritten laufen wir in Richtung der nächsten Bühnenproduktion im stellwerk. Trotzdessen wir noch etwas Zeit bis zur Premiere haben (12. Juli 2013), genießen wir gerade den Luxus die Bühne im Kulturbahnhof für unsere Probenarbeit nutzen zu dürfen. Das Raumarrangement steht und erste filmische Sequenzen konnten eingearbeitet werden. Ab nächster Woche geht's erstmal zurück in den Probenraum. Folgend ein paar Schnappschüsse von den Proben – und ab heute gilt: T minus 43 Tage
Kommt vorbei, im stellwerk!
Fotos: Kimberly Obst
20130507
SINN PHONISCHE WANDERUNG
ungeprobt und ungeschminkt
ungeprobt und ungeschminkt
"sol sajn, as ikh boy in der luft meine schlesser..."
Erst gestern
war
ich zu Besuch bei einer Probe von Alan Bern, Paul Brody und Michael
Rodach, welche uns bei der SINN phonischen Wanderung begleiten werden.
Dort ist mir ein kurzer Text begegnet den sie gerade erst aus dem
Jiddischen adaptiert hatten und von dem ich die Finger nicht lassen
konnte. Man wird ihn in seiner musikalischen Adaption auch bei der
Wanderung hören dürfen.
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Doch weil ich die Kamera fast immer dabei habe und es Martin Fink und mich heute erst nach Ettersburg und anschließend in den stellwerk-Fundus führte, gibt es ihn doch jetzt schon – nur ohne Musik, ungeprobt und ungeschminkt. Für mich: Einfach ein Moment in dem eins zum anderen kam, der passieren musste.
Schaut mal rein.
20130504
DADAMENTA 2 mit den stellwerkern
Gemeinsam mit Mandy Unger und
den stellwerkern haben wir (das Herakles-Ensemble) uns dazu verleiten lassen einen kleinen Beitrag zur zweiten Straßenparade der Dada-Dekade zu erarbeiten. Basierend auf Tristan Tzaras Anleitung zur Erstellung eines dadaistischen Gedichts haben wir eine ca. 10-Minütige Sprech- und Bewegungsperformance im Kulturbahnhof Weimar angelegt.
Vielen Dank allen Beteiligten für den großen Spass!
20130422
SINN PHONISCHE WANDERUNG am Schloss Ettersburg
"Das Schlossensemble und der Ettersberg
haben Glanz und Abgründe,
berauschende Fama und tiefe Vergessenheit, haben Blüte und Missachtung
erlebt. (...) Am Pfingstsamstag, 18. Mai 2013, werden Künstler gemeinsam mit dem
Publikum diesen erregenden Ort ästhetisch erschließen, indem sie
rezitieren, musizieren, singen, tanzen, gestalten, spielen und
improvisieren."
Und dabei handelt es sich wirklich
um einen atemberaubenden Ort und ich darf mit Freude vermerken, einen Teil beitragen zu dürfen. Als Inszenierender werde ich gemeinsam mit einer (noch nicht ganz festgezurrten) Gruppe von Rezitierenden und Tanzenden Auszüge von Heiner Müllers Lyrik bearbeiten. Seid herzlich eingeladen und drückt die Daumen für gutes Wetter.
Der Eintritt zur SINN phonischen Wanderung
ist frei(willig). Sie ist ein gemeinsames Projekt des Erfurter Künstlernetzwerkes Zughafen und des Pfingst.Festivals Schloss Ettersburg. Mehr Infos gibt's: hier
20121121
Ausstellung: Vom Ende der Welt
Nach dem Greizer Theaterherbst im September
erfahren die Weltuntergangsszenarien nun auch in Weimar eine Wiederkehr. Der Ausstellungsraum der Bauhaus-Universität, marke.6, plant als Abschluss des Jahres 2012 das Souterrain des Neuen Museums ganz der vergehenden Zeitlichkeit zu widmen. Ich freue mich dabei eine bisher nicht veröffentlichte Arbeit vorstellen zu können, die Videoskulptur IM VORÜBER. Die Arbeit ist Teil der Werkgruppe PROVIDURIUM und Konsequenz unserer dort entwickelten szenischen Methodik, welche zwischen gestisch interpretierenden Tanz und skulpturaler Kompositorik interpoliert. Die Videoskulptur nutzt eine räumlich gebrochene Projektion um die ursprüngliche Bühnenperformance in ein allansichtige Konstruktion zu überführen. Die zu sehende Bewegungskomposition entlehnt sich aus einer textlichen Bewegungsnotation einzelner Bibliotheksbesucher. Dieser Text bildet zugleich die klangliche Grundlage der Performance und wird durch ein Extrakt weiterer Textfragmente zum Begriff der Geschichte kontrastiert. Zu sehen sind drei Tänzer_innen in einem Raum dessen Boden von Kreidezeichnungen und abgerissenen Kalenderblättern charakterisiert wird. Die Szene verläuft in einer fließenden Wiederholungsschleife. Aus einer grundsätzlichen Simultanität entwickeln sich kurzzeitige Synchronitäten. So entsteht ein Wechselspiel zwischen Aufbau und Verfall – in permanenter Präsenz des Faktors: Zeit.
Die Videoskultpur IM VORÜBER stützt sich, wie beinahe alle Arbeiten aus der Werkgruppe PROVIDURIUM, auf eine umfangreiche Ensembleleistung: Lucian Patermann (Videobearbeitung, Installation, szenische und textliche Komposition), Mandy Unger (Choreografie), Philipp Wartenberg & Ives Schachtschabel (Klangarrangement), Franziska Burkhardt & Martin Werner (Sprecher), Nannette Schröter, Valentin Schmehl & Dorothee Krautwurst (Performance), Simon Salem Müller (Kamera)
Die Ausstellung wird am 13. Dezember in der marke.6, Souterrain des Neuen Museums Weimar, eröffnet.
20120613
ästhetik des reisens | Stillgestanden!
Der Name ist Programm,
seit knapp einer Woche steht bei mir der Kilometerzähler beinahe still und wird nur durch ambitionierte Fußmärsche vorangetrieben. Im Gegenzug haben wir im Eilverfahren eine kleinere Bühnenperformance in Bewegung gebracht, und auf den Namen PROVIDURIUM Stillgestanden! getauft. Der Journalist und Buchautor Sebastian Christ hat uns eine Reisenotiz von seinem Aufenthalt in einem Bundeswehrcamp in Afghanistan zur Verfügung gestellt. In providurischer Manier haben wir diese als Grundlage genutzt, um eine Übersetzung in Bewegung und Tanz zu entwickeln. Am Samstag, den 16. Juni, wird Sebastian Christ während des Festivals für junge Literatur: JuLi im Juni, im Gaswerk Weimar lesen und wir werden ab ca. 21.30 Uhr unseren Arbeitsstand vorstellen.
Tanzen wird unser Prodvidurium-Ensemblemitglied: Valentin Schmehl. Begleitet wird er dabei von Sybille Enders, als Sprecherin. Frederik Esser, auch bekannt als Teil des Künstlerduos Sonago, wird die Performance percussiv vertonen.
Tanzen wird unser Prodvidurium-Ensemblemitglied: Valentin Schmehl. Begleitet wird er dabei von Sybille Enders, als Sprecherin. Frederik Esser, auch bekannt als Teil des Künstlerduos Sonago, wird die Performance percussiv vertonen.
Nach diesem künstlerischen Exkurs in die Wüste am Hindukusch erwarten uns am 17. und 18. Juni erneute Vorstellungen von PROVIDURIUM (link). Danach wird der Kilometerzähler wieder ernst zu nehmend angeworfen.
Man liest voneinander.
20120427
PROVIDURIUM IN TRANSIT
Die Videodokumentation vom 13. April 2012
Am 13. April haben wir
den teilweise noch etwas verhaltenen Frühling erstmals dazu genutzt um eine kurzweilige Intervention im Weimarer Hauptbahnhof zu unternehmen. Auf der Grundlage unseres Bühnenstücks haben wir eine ca. 20 Minuten lange Simultanperformance in der Bahnhofshalle und insbesondere im Tunnel zu den Bahnsteigen vorgenommen. Ein erweitertes Ensemble von Providurium machte, gemeinsam mit einer Gruppe von Kursteilnehmern des stellwerks, den Durchgangsbereich zur Bühne und streute Irritation. Insgesamt 20 Akteure mischten sich unter die Reisenden und sorgten für Momente des Zweifels. Wer gehört wozu? Wem gebührt Aufmerksamkeit? Was zeichnet hier die Bühne aus und wo genau fängt sie eigentlich an, hat sie ein Ende?
Danke an alle die mitgemacht haben! Es war eine unglaublich spannende Aktion, voller überraschender Momente.
20120401
videostill: mandy & me in the room
Das Ausgangsmaterial
ist im Workshop: Bewegung im Innenraum – die Bühne, bei Ulrike Rosenbach entstanden. Zwei Körper entlang ausgewählter Achsen des Raums. Die Bewegungen suchen Kommunikation zu den Begrenzungen und Objekten und definieren so Relationen zwischen Körper und Raum. Um diesen flüchtigen Prozess sichtbar zu machen, habe ich eine Bearbeitung des Videomaterials vorgenommen. Die Bewegungen der schwarz gekleideten Körper hinterlassen Flächenzeichnungen auf Boden und Wänden, verschiedene Bewegungen hinterlassen verschiedene Farben. Für einige Zeit verfestigen sich die Bewegungen so im Raum selbst. Sie bleiben jedoch ebenfalls flüchtig, nach einigen Sekunden werden sie überlagert oder beginnen zu verblassen und verschwinden letztlich ganz. Die Konstellationen des so entstehenden Bühnenbilds verändern sich so fortwährend und verschwinden sogar ganz, wenn die Akteure die Bühne verlassen.
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